Heute hat der Bundesrat beschlossen, dass bis 2023 in den Aufsichtsräten großer DAX-Unternehmen ein Frauenanteil von 40 Prozent erreicht werden muss.
Ich erinnere mich an die Machtergreifung der NSDAP. Ich denke an ein künstliches Kniegelenk. Beides künstlich, beides bewegt. Künstlich muss weder gut, noch schlecht sein. Der Sinn und die Funktion, vor allem die Konsequenz aus künstlich Erschaffenem, ist anhängig vom Zweck, den es erfüllen soll.
Es gibt Frauen in Führungspositionen. Es gibt Männer in Führungspositionen. Warum gibt es eigentlich keine Kinder in Führungspositionen? Gibt es. Im Sandkasten der KiTa. Und sogar hier übernehmen nicht selten pfiffige Mädchen das Zepter. Wie kommt das? Weil die Natur den Kampf um das Führen entscheidet. Und das seit tausenden von Jahren. Dabei geht es um Stärke. Ähnlich wie im Tierreich.
Was erkennbar ist: Viele Frauen sind stärker geworden. Aus diesem Grund setzen sich einige von ihnen auch in Führungspositionen durch. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde wegen ihres Geschlechts als Führungsposition anfangs belächelt, kritisiert, teilweise nicht Ernst genommen. Wenige haben ihr diese Funktion zugetraut. Doch diese Stimmen wurden leiser. Weil sie mit Leistung und Kompetenz überzeugt hat. Heute wird sie toleriert, akzeptiert, ja sogar respektiert. Zurecht. Denn sie ist eine ehrwürdige Vertreterin des Deutschen Volkes. Warum ist sie dort oben? Wegen einer Frauenquote? Nö! - Sie hat sich durchgesetzt. Andere Frauen und Männer mit Ellenbogen beiseite geschoben, sich nach vorne gekämpft. Die Voraussetzungen waren für alle gleich. Ein fairer Kampf, den eine Frau gewonnen hat.
Und diese Kämpfe gibt es jeden Tag, überall und immer wieder. In Unternehmen, in Schulen, in Parteien, zu Hause. Wenn in ersteren ein Mann die Führungsposition inne hat, liegt es wohl kaum daran, dass er die weibliche Mitbewerberin verprügelt und damit ausgeschaltet hat, sondern weil er mit Leistung und seinen Skills überzeugt hat.
SKW-Metallurgie-Chefin Ines Kolmsee ist die einzige Chefin neben den 159 weiteren börsennotierten, von Männern geführten, deutschen Unternehmen. Sie hat studiert, hier und da gearbeitet und am Ende eine Führungsposition bekommen. Höchstwahrscheinlich weil sie eine gute Managerin ist. Im Zuge der Emanzipation und karriereorientierten Gesellschaft wird der Fraauenanteil in Führungspositionen automatisch wachsen. Ist doch auch völlig in Ordnung. Doch warum soll jetzt ein künstlich geschaffener Anteil an Frauen in die Aufsichtsräte? Ein cleveres Unternehmen entscheidet sich von ganz allein für den Einbezug von Frauen auf hoher Ebene. Doch das sollte doch jedem Unternehmen selbst überlassen sein. Denn der Kampf um Positionen ist ein natürlicher. Genau wie der um einen Aushilfsjob. Genau wie der um einen Auftrag. Es gibt Bewerber, es gibt Kämpfe, es gibt Entscheidungen. Mit denen alle leben müssen. Frauen möchten doch gleichberechtigt sein. Dann sollen sie doch auch mit den gleichen Waffen in den Ring steigen. Es klingt ja nahezu so, als wären die Frauen eine Randgruppe. So wie es auch an Uni's eine Härtefallquote gibt. 40 Prozent müssen es sein. Auch wenn Herr Meier perfekt in unser Anforderungsprofil passte. Die Quote, Herr Meier, die Quote. Was kommt als nächstes, eine weibliche Zuschauerquote in Sportsbars? 40 Prozent? Warum fordern eigentlich die Männer keine Quote bei der Raumpflege? Möchten wir auf 40 Prozent Stewardessen verzichten? Fragen wir doch am besten mal den Arzthelfer von unserem Hausarzt.
Es kann schon sein, dass bestimmte Dinge geschlechterabhängig besser oder schlechter gemacht werden. Dabei hat Gott, oder wer auch immer, sich bestimmt was gedacht. Frauen haben Holz vor der Hütte. Männer Muskeln. Die einen können Kinder zeugen, die anderen bekommen sie. Anscheinend sollen sie nicht gleich sein. Und wie die Vergangenheit zeigt, liegt das Führen wohl eher den Männern. Und die Dinge, bei denen man gleichzeitig telefonieren, schreiben, lächeln, die Tür öffnen und noch eine Spritze setzen muss, eher Frauen. So war es. So kann es bleiben. So muss es nicht bleiben. So wird es nicht beiben. Nicht weil die Frauen durch Leistung und ehrliche Arbeit führen werden, sondern weil sie es dürfen, gar müssen. Frauen sind dazu verdammt zu führen. What the fuck, ich lebe in einer Quotengesellschaft.
Darauf trinke ich erst mal einen 40%igen!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen